02/2019_AG Helma erschließt mit Konzept der Energieautarkie auch den Markt für Mehrfamilienhäuser

Lehrte, Januar 2019 (PRG) – Bei der Helma Eigenheimbau AG blickt man mit Optimismus ins Baujahr 2019. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt, die Einführung des Baukindergeldes wird im Bereich Ein- und Zweifamilienhäuser für zusätzliche Schubkraft sorgen. Bei der Projektierung von Mehrfamilienhäusern setzte Helma mit der Übergabe energieautarker Häuser an den Bauherrn in Cottbus kürzlich ein Zeichen für mieterfreundliche Energieeffizienz. Gerrit Janssen, Vorstandsvorsitzender der Helma Eigenheimbau AG, zu Vertrauen, Sicherheit – und der Haltbarkeit von Lorbeer.

Herr Janssen, bei Helma läuft es derzeit weiter rund. Zeit sich zufrieden zurück zu lehnen?

Gerrit Janssen (GJ): Schön wäre es. Aber ich fürchte, unsere Kunden und Aktionäre werden uns das nicht durchgehen lassen. Im Ernst: Natürlich blicken wir zufrieden auf erfolgreiche Jahre zurück, in welchen wir mittels unserer vier Geschäftsbereiche, das klassische Einfamilienhausgeschäft, unser Engagement als Bauträger für Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäuser, die Entwicklung von Ferienimmobilien und die Baufinanzierung den Ertrag sukzessive steigern konnten. Die Helma Ferienimmobilien GmbH macht uns dabei besonders große Freude. Wir haben sie als jüngstes Kind der Helma-Gruppe erst 2011 ins Leben gerufen und gehören inzwischen zu den Marktführern in diesem Marktsegment. Das Ostsee-Resort in Olpenitz etwa zählt mit gut 1.200 Einheiten zu Deutschlands größten touristischen Projekten.

Aber wie heißt es so schön: Der Lorbeer von heute ist der Kompost von morgen. Um weiter erfolgreich zu sein, müssen wir den Blick nach vorne richten. Was sind die Bauaufgaben der Zukunft? Wie schaffen wir es, Menschen lebenswerten und bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen, der einen möglichst großen Beitrag zum Klimaschutz leistet? Wenn wir Antworten auf diese Fragen geben können, sind wir auf dem richtigen Weg.

Können Sie Antworten geben?

GJ: Wir haben die Helma-Gruppe in den letzten Jahren zu einem innovativen Unternehmen entwickelt, das sich beim Thema Energieeffizienz einen Vorsprung im Wettbewerb erarbeitet hat. Nahezu einhundert gebaute Sonnenhäuser im ganzen Land zeugen davon. Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir dieses Konzept inzwischen zu energieautarken Gebäuden weiter entwickelt, die sich selbst mit Wärme und Strom aus Sonnenenergie versorgen können. Gebaute Beispiele zeigen: Es funktioniert.

Nun wollen wir mit dem Konzept der Energieautarkie im Markt für Mehrfamilienhäuser erneut Vorreiter sein und eine attraktive Nische für uns besetzen. Im Dezember 2018 konnten wir die ersten beiden energieautarken Mehrfamilienhäuser in Cottbus an den Bauherrn übergeben. In der Zusammenarbeit mit unseren Partnern haben wir dabei wichtige Erkenntnisse gewonnen, die künftigen Projekten zugutekommen. Aufgrund der hohen Energieautarkie beispielsweise kann der Bauherr den Mietern für mehrere Jahre eine feste Pauschalmiete sowie eine Energie-Flatrate anbieten. Das Cottbuser Projekt ist ein Meilenstein, weil es zeigt: Energieautarkie funktioniert auch im Geschosswohnungsbau.

Häuser bauen können viele. Warum sollen Bauherren ausgerechnet mit Helma bauen?

GJ: Helma steht seit der Gründung im Jahr 1980 vor allem für Sicherheit. Daran wird sich auch künftig nichts ändern. Familien vertrauen uns bei der größten finanziellen Investition ihres Lebens. Da haben Qualität, Preis und Termintreue oberste Priorität. Die Transparenz einer börsennotierten Aktiengesellschaft stärkt Bauherren und Investoren. Unsere nachgewiesen sehr gute Bonität verhindert böse Überraschungen. Und Partner können sich darauf verlassen, dass wir pünktlich zahlen.

Gibt es Themen, die Ihnen Sorgen bereiten?

GJ: Leider wird das Bauen seit Jahren immer teurer. Auch wenn die Entwicklung bei den Baulandpreisen dafür ein wesentlicher Grund ist, viele Faktoren für die Teuerung sind politisch indiziert. Hier gilt es gegenzusteuern, wenn die politische Forderung, den Weg ins Eigentum zu erleichtern, mehr sein soll als ein Lippenbekenntnis.

An welche Maßnahmen denken Sie konkret?

GJ: Eine Absenkung der Grunderwerbssteuer zurück auf bundesweit einheitliche 3,5 Prozent würde viele Familienbudgets unbürokratisch im vier- bis fünfstelligen Euro-Bereich entlasten. Und die Einnahmeverluste für die Öffentliche Hand wären überschaubar, wenn sich die Maßnahme auf Erstkäufer beschränken würde. Zudem hat die Baukostensenkungskommission, wie ich finde, zahlreiche praktikable und ausgewogene Vorschläge erarbeitet, leider werden diese nicht konsequent genug umgesetzt. Und nicht zuletzt, bei der Antragsbearbeitung in den Ämtern gibt es noch viel Optimierungspotenzial. Hier sind Bund, Länder und Kommunen gefordert, wenn der Mangel an Wohnraum überwunden werden soll.

Wohin steuern Sie Helma in den nächsten Jahren?

GJ: Das Bauträgergeschäft spielt für Helma auch künftig eine entscheidende Rolle, hier profitieren wir von unserer Diversifikation mit verschiedenen Produkttypen. Deshalb bleibt die Verfügbarkeit von Bauland in den Metropolen weiterhin ein Schlüssel für unseren Erfolg. Dank der strategischen Grundstücksakquise sehe ich uns etwa in Berlin, Hamburg, Hannover, Leipzig, München und Potsdam gut aufgestellt. In den nächsten Jahren wird sicher noch die eine oder andere Stadt hinzukommen.

Wir danken für das Gespräch.

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