baupressekompakt: „HELMA steht für Sicherheit und Innovation“

Zum 6. Juli 2018 hat Gerrit Janssen (38) den Vorstandsvorsitz von HELMA übernommen und folgt in dieser Position dem Gründer Karl-Heinz Maerzke. Janssen gehört seit 2009 dem Vorstand der HELMA Eigenheimbau AG an. Erstmals äußert er sich zu Unternehmenszielen und Perspektiven des börsennotierten Baudienstleisters.

Herr Janssen, wie bewerten Sie die Entwicklung von HELMA?

Janssen: Ich bin überzeugt, unsere Bauherren, Aktionäre und Kollegen können zufrieden sein. Wir blicken auf erfolgreiche Jahre zurück. In den letzten zwölf Monaten haben wir über 900 Bauherrenfamilien in die eigenen vier Wände gebracht, die Erfolgsgeschichte der letzten Jahre konnte damit einmal mehr fortgeschrieben werden. Auch die aktuelle Situation ist positiv zu bewerten, die Auftragsbücher und die Projektpipeline sind gut gefüllt. Alle vier Geschäftsbereiche, das klassische Einfamilienhausgeschäft, unsere Engagements als Bauträger für Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäuser, die Entwicklung von Ferienimmobilien und die Baufinanzierung laufen profitabel. Dabei ist mir besonders wichtig zu sagen – wer für diese Erfolge verantwortlich ist. Das sind wir alle bei HELMA, egal ob Angestellte, freie Handelsvertreter oder unsere Partnergewerke auf den Baustellen.

Ist ein Geschäftsbereich besonders hervorzuheben?

Janssen: Die Entwicklung der HELMA Ferienimmobilien GmbH macht uns aktuell besonders große Freude. Wir haben sie als jüngstes Kind der HELMA-Gruppe erst 2011 ins Leben gerufen und gehören schon heute zu den Marktführern. Das OstseeResort in Olpenitz etwa zählt mit gut 1.200 Einheiten zu Deutschlands größten touristischen Projekten.

Gibt es auch Themen, die Ihnen Sorge machen?

Janssen: Wir müssen konstatieren, dass das Bauen seit Jahren immer teurer wird. Auch wenn die Entwicklung bei den Baulandpreisen dafür ein wesentlicher Grund ist, viele Faktoren sind politisch indiziert. Hier gilt es gegenzusteuern, wenn die politische Forderung, den Weg ins Eigentum zu erleichtern, mehr sein soll als ein Lippenbekenntnis.


Woran denken Sie konkret?

Janssen: Eine Absenkung der Grunderwerbssteuer zurück auf bundesweit einheitliche 3,5 Prozent würde viele Familienbudgets unbürokratisch im vier- bis fünfstelligen Bereich entlasten. Und die Einnahmeverluste für die Öffentliche Hand wären überschaubar, wenn sich die Maßnahme auf Erstkäufer beschränken würde.

Zudem hat die Baukostensenkungskommission, wie ich finde, zahlreiche praktikable und ausgewogene Vorschläge erarbeitet, leider liegen sie seit bald zwei Jahren in der Schublade. Und nicht zuletzt, bei der Antragsbearbeitung in den Ämtern gibt es noch viel Optimierungspotenzial. Hier sind Bund, Länder und Kommunen gefordert, wenn der Mangel an Wohnraum überwunden werden soll. Ich wünsche uns allen, dass der Wohnungsbaugipfel im September konkrete Lösungen bringt.

Aus Ihrer Sicht, was macht das Bauen mit HELMA aus?

Janssen: Die Transparenz einer börsennotierten Aktiengesellschaft stärkt Bauherren und Investoren. Unsere nachgewiesen sehr gute Bonität verhindert böse Überraschungen. Und Partner können sich darauf verlassen, dass wir pünktlich zahlen.

HELMA steht seit der Gründung im Jahr 1980 vor allem für Sicherheit. Daran wird sich auch künftig nichts ändern, schließlich vertrauen uns die meisten Familien bei der größten finanziellen Investition ihres Lebens. Da haben Qualität, Preis und Termintreue oberste Priorität.

Zugleich haben wir es geschafft, ein innovatives Unternehmen zu sein, das sich vor allem das Thema Energieeffizienz auf die Fahnen geschrieben hat. Denken Sie an das erste energieautarke Einfamilienhaus, dass Sie hier in Lehrte besichtigen können. Wir haben nahezu einhundert Sonnenhäuser im ganzen Land gebaut und errichten aktuell die ersten beiden energieautarken Mehrfamilienhäuser in Cottbus.

Wo sehen Sie HELMA in 15 Jahren?

Janssen: Die Verfügbarkeit von Bauland in den Metropolen wird weiterhin ein wichtiger Schlüssel für den Erfolg bleiben. Dank der strategischen Grundstücksakquise sehe ich uns etwa in Berlin, Hamburg, Hannover, Leipzig, München und Potsdam bereits gut aufgestellt. Ggf. kommt in den nächsten Jahren noch die eine oder andere Stadt hinzu. Das Bauträgergeschäft wird für HELMA auch künftig eine entscheidende Rolle spielen, bei welchem wir auch weiterhin von unserer breiten Diversifikation mit vielen verschiedenen Produkttypen profitieren werden.

Wir danken für das Gespräch.

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