02/2018 Gute Aussichten für 2019

Berlin, Dezember 2018 – Die Mauerwerksindustrie blickt mit Optimismus ins Jahr 2019, nachdem der Geschäftsverlauf in 2018 nicht immer ganz den Erwartungen entsprach. Im dritten Quartal 2018 lag die Zahl der Baugenehmigungen im Wohnungsbau um circa 2 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Treiber für diesen Zuwachs war einmal mehr der Mehrfamilienhausbau. Die geleisteten Arbeitsstunden durch das Baugewerbe stiegen im genannten Zeitraum um etwa 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum an. Auch die Auftragslage im Wohnungsbau ist mit einem Vorlauf von knapp fünf Monaten nach wie vor sehr gut.

Allerdings sind bei den Baufertigstellungen bis September 2018 Rückgänge im Ein- und Zweifamilienhausbau in einer Größenordnung zu verzeichnen, die der Zuwachs im Mehrfamilienhausbau, gemessen an Kubikmeter umgebautem Raum oder Kubikmeter-Absatz an Mauerwerksprodukten, nicht vollständig ausgleichen kann. Die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V. (DGfM) geht daher aktuell davon aus, dass der diesjährige Absatz von Mauerwerksprodukten in Abhängigkeit des Witterungsverlaufs in den Monaten November und Dezember 2018 mit minus 1 bis 2 Prozent leicht unter dem Vorjahr liegen wird.

Leicht steigender Absatz von Mauerwerksprodukten

Für das Jahr 2019 rechnet die DGfM wieder mit einer stabileren Entwicklung im Bereich des Ein- und Zweifamilienhauses sowie einer weiteren Steigerung der Baugenehmigungen im Mehrfamilienhausbau. Hinzu kommt mit einem Plus von knapp 12 Prozent in 2018 eine positive Baugenehmigungsentwicklung bei wohnähnlichen Nichtwohnbauten, die für die DGfM-Mitglieder eine weitere Stabilisierung der Geschäftserwartungen für 2019 bringt. Insgesamt ist deshalb für 2019 mit einem Absatz von Mauerwerksprodukten zu rechnen, der etwa 3 bis 4 Prozent über dem Niveau des Jahres 2018 liegen dürfte.

Fairer Wettbewerb der Bauweisen

Mit entscheidend für eine weiter anhaltende positive Entwicklung im Wohnungsbau wird Folgendes sein: Zum einen muss es schnell wirksame Festlegungen für den Bau von mehr bezahlbaren Wohnungen geben. Zum anderen muss die Politik für faire Rahmenbedingungen im Wettbewerb der Bauweisen sorgen, damit Bauherren und Planer sich aus eigener Überzeugung für eine Bauweise entscheiden können. Initiativen wie beispielsweise die geplante Holzbauoffensive in Baden-Württemberg sind politisch gewollte Wettbewerbsverzerrungen, die nicht im Sinne einer freien und fairen Marktwirtschaft sein können.

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