Ein Stück aus dem Tollhaus: Wie „Heuschrecken“ fast ein Medienunternehmen ruinierten

So beschreibt der Medienwissenschaftler Jo Groebel das im VISTAS Verlag erschienene Buch von Dietmar Schickel, bis vor einem Jahr im Management der TeleColumbus-Gruppe. Anhand von Tagebuchaufzeichnungen gibt der Autor erschreckende Einblicke in das Geschäftsgebaren internationaler Investoren. Gemeinschaftliches Handeln in der zukunftsträchtigen digitalen Welt, um ein Unternehmen langfristig auf dem Markt und vor allem bei den Kunden zu etablieren, blieb dabei auf der Strecke.

Stattdessen herrschte jahrelang gnadenloses Renditestreben ohne Rücksicht auf Qualität und Kundeninteressen. Sinnentleerte Riten, Neid, Niedertracht, Management by Zufall und Laune ruinierten systematisch die Geschäftsgrundlagen – bis zur Rettung in letzter Minute, u. a. durch das Engagement und die Kraft der Mitarbeiter.

TeleColumbus ist kein Einzelfall. Der Autor, selbst unheilvoll involviert in diese Prozesse, schildert – schonungslos auch mit sich selbst – die Ereignisse und rechnet ab. Er wirft grundsätzliche Fragen auf nach der Rolle der Banken, nach dem Funktionieren der sozialen Marktwirtschaft im globalisierten Kapitalismus sowie nach Instrumenten gegen diese Auswüchse.

Dietmar Schickel, kein Unbekannter im MPW als Unternehmensmitglied, stellt auf einem Clubabend von MPW und DJV im Gespräch mit Jürgen Huhn sein Buch „Nach der Plage – Vom Überlebenskampf eines Medienunternehmens“ vor und sich selbst der Diskussion.

Termin: Donnerstag, den 18. September 2014, 18.30 Uhr

Ort: Deutscher Journalisten-Verband (DJV)
Landesverband Berlin e. V.
Alte Jakobstraße 79/80
10179 Berlin

Bitte bestätigen Sie Ihre Teilnahme per E-Mail bis zum 15. September unter: .
Nachfragen zur Veranstaltung gerne telefonisch unter (0173) 60 10 339.

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