Interview mit Kai-Uwe Holtschmidt, Trainer des Nationalteams der Maurer des Deutschen Baugewerbes, anlässlich des Tags der offenen Tür im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Hier präsentierte sich Jannes Wulfes, Teilnehmer an den EuroSkills 2016 in Göteborg, mit Trainer Kai-Uwe Holtschmidt den Besuchern und stellte im öffentlichen Training sein Können unter Beweis.

Herr Holtschmidt, Sie sind Nationaltrainer der Maurer und machen Jannes Wulfes und Ersatzmann Marco Bauschke fit für die Europameisterschaft der Berufe im Dezember in Göteborg. Fühlen Sie sich als Jogi Löw vom Bau?

Was für ein schmeichelhafter Vergleich? Aber durchaus realistisch: Schließlich darf ich die Besten der Besten trainieren. Jannes war 2015 niedersächsischer Landesmeister und Dritter bei den Deutschen Meisterschaften, Marco gewann 2014 den Titel in Schleswig-Holstein, war deutscher Vizemeister und holte im vergangenen Jahr bei der WM in Sao Paulo ein Medallion for Excellence. Derzeit feilen wir noch an Tempo und Genauigkeit. Da ist es schon wie im Fußball: Eine gute Vorbereitung ist wichtig, denn bei den Favoriten entscheiden am Ende winzige Details.

Das Trainingscamp machte Station im Bundesbauministerium und Jannes konnte zeigen, was er als Maurer drauf hat. Offenbar hat das nicht nur die Ministerin beeindruckt, denn auch die Besucher zeigten sich sehr interessiert.

Über den Besuch von Barbara Hendricks haben wir uns unheimlich gefreut, auch über die vielen anderen Interessierten, die Jannes aufmerksam zugeschaut haben. Deutsches Handwerk hat zu Recht einen guten Ruf, auch international. Das liegt vor allem an der dualen Ausbildung. Die ist die Basis für Leistungen, die hier gezeigt werden. Dass sich die Besucher für uns so sehr interessierten, ist toll. Weil das Handwerk generell geeigneten Nachwuchs dringend benötigt. Und damit „Made in Germany“ auch künftig etwas gilt.

Jannes zog beim öffentlichen Training hochprofessionell eine Mauer in den deutschen Farben hoch. In Analogie zum Hochleistungssport ist er jedoch Amateur, der für das Training sogar Urlaub nimmt. Wie wird die Vorbereitung auf Göteborg finanziert?

Ich bin sehr glücklich, dass wir einen renommierten Sponsor für das Team gewinnen konnten. Die Deutsche Poroton, umsatzstärkster Zieglerverband Deutschlands, unterstützt uns in diesem Jahr. Jannes und Marco tragen das Logo am Trikot. Wir bekommen die Mauersteine für das Training und eine ordentliche Finanzspritze. Dadurch können wir in diesem Jahr fast doppelt so viel trainieren. Unsere Chancen auf den Titel steigen damit enorm. Außerdem öffnet das Sponsoring dem Team Türen. Wir werden viel stärker wahrgenommen, die Menschen erfahren von uns und davon, dass es diesen Berufswettbewerb auf europäischer und internationaler Ebene gibt.

Danke für das Gespräch.

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Bildunterschrift 01:

Kai-Uwe Holtschmidt ist Trainer des Nationalteams der Maurer. Bei den EuroSkills 2016 in Göteborg fungiert er zusätzlich als Chief Expert und ist Ansprechpartner für die Belange aller europäischen Teams.

Foto: Deutsche Poroton / Christoph Große

Bildunterschrift 02:

Kai-Uwe Holtschmidt (Trainer) und Jannes Wulfes (Teilnehmer) vertreten das Nationalteam der Maurer aus Deutschland.

Foto: Deutsche Poroton / Christoph Große

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Astrid Große

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