Berlin, Juni 2014 (PRG) – Die Zahl der Fertigstellungen im Wohnungsneubau in Deutschland steigt seit 2009 stetig. Vor allem in Ballungsgebieten wird wieder mehr in die Höhe gebaut. Bei Gebäuden mit sechs Geschossen und mehr bewähren sich Hochleistungsbaustoffe wie verfüllte Poroton-Ziegel.

Die EnEV-Novelle und die EU-Gebäuderichtlinie formulieren hohe Anforderungen an die Energieeffizienz der Neubauten. Wärme- und Schallschutz müssen integriert geplant werden, denn deren Ausführung beeinflusst maßgeblich die Nutzungsqualität eines Gebäudes. Der Blick des Statikers richtet sich aktuell auf den Eurocode (EC) 6, der zum 1.1.2015 in Kraft treten soll. Voraussichtlich bis 1.1.2016 gilt gleichrangig die DIN 1053 weiter. Die Vorteile der Planung nach EC 6 liegen auf der Hand: Unter anderem wird die Bemessung von unbewehrtem Mauerwerk vereinfacht und mit den allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen des DIBt verknüpft.

Aktuell werden die Zulassungen der mit Perlit oder Mineralwolle verfüllten Poroton-Ziegel von der DIN 1053 auf den EC 6 umgearbeitet, der unter anderem die charakteristischen Mauerwerksdruckfestigkeiten (fk-Werte) ausweist. Mit fk = 3,1 beziehungsweise 3,6 MN/m² (je nach Wandstärke) für den Poroton-S10-P und für den Poroton-S11-P mit fk = 3,7 beziehungsweise 4,2 MN/m² (je nach Druckfestigkeitsklasse) sind Planer auf der sicheren Seite – auch in allen deutschen Erdbebenzonen. Spitzenprodukt ist der Poroton-S10-MW mit einer charakteristischen Mauerwerksdruckfestigkeit von 5 MN/m². Zur zusätzlichen Aussteifung an kritischen Punkten stehen zahlreiche Ergänzungsprodukte wie U-Schalen für Ringbalken, -anker und Stürze über großen Wandöffnungen zur Verfügung. Diese werden auf der Baustelle mit Beton verfüllt.

Die hohen Rohdichteklassen von 0,75 (S10-P), 0,80 (S10-MW) beziehungsweise 0,90 kg/dm³ (S11-P) sind die Basis der guten Schalldämmung. Die neue DIN beziehungsweise E DIN 4109 betrachtet neben der direkten auch die Schallübertragung durch flankierende Bauteile. Im neuen Nachweisverfahren müssen deshalb die in Eignungsprüfungen ermittelten Direkt-Schalldämm-Maße Rw,Bau,ref verwendet werden. Je nach Wandstärke liegen diese beim S10-P und -MW zwischen 48,8 und 52,0 dB. Der S11-P gewährleistet mit einem Direkt-Schalldämm-Maß von 50,7 dB ebenfalls eine wirkungsvolle Minimierung der Schall-Längsleitung. Kritische Stoßstellen, zum Beispiel der Bauteilanschluss einer Wohnungstrennwand im bauseitig betonverfüllten Planfüllziegel und der Außenwand, können mit umfassender Detailplanung und sorgfältiger Ausführung optimiert werden, sodass auch erhöhte Schallschutzanforderungen verlässlich eingehalten werden. Dafür stehen unter anderem spezielle wärmegedämmte Ergänzungsprodukte für die Planfüllziegel zur Verfügung.

Ein weiterer Aspekt ist die Wärmedämmwirkung der Außenwand. Der klassische Hochlochziegel, aufgrund seiner großen Speichermasse ohnehin schon ein idealer Baustoff, wurde mit den Füllungen aus Perlit und Mineralwolle zum Leistungsträger für Energieeffizienz. Der Poroton-S11-P steht in den Wandstärken 30,0 und 36,5 Zentimeter zur Verfügung und gewährleistet niedrige U-Werte von 0,34 beziehungsweise 0,28 W/m²K. Der Poroton-S10 wird neben der wohngesunden Perlit- auch mit Mineralwollefüllung angeboten. Die U-Werte in den Wandstärken 30,0, 36,5 und 42,5 Zentimeter betragen 0,31, 0,26 beziehungsweise 0,22 W/m²K. Abgestimmte Ergänzungsprodukte ermöglichen eine homogene monolithische Gebäudehülle und reduzieren Wärmebrücken.

Besonders nachhaltig ist der Verzicht auf künstliche Dämmung an der Fassade. Dadurch sinken auch die Instandhaltungskosten deutlich. Ein weiterer Vorteil der monolithischen Ziegelwand: Ziegel und Füllung sind nicht brennbar und werden in der Feuerwiderstandsklasse F90-A beziehungsweise -AB eingestuft.

Die Produktfamilie Poroton-S10-P, -S10-MW und -S11-P ist zugeschnitten auf die komplexen Anforderungen des mehrgeschossigen Wohnungsbaus. Architekten und Planer realisieren damit sichere Statik, hervorragenden Schall- und Wärmeschutz sowie eine nachhaltige Gebäudehülle.

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Bildunterschrift 01:

Die Produktfamilie Poroton-S10-P, -S10-MW und -S11-P erfüllt die komplexen Anforderungen im mehrgeschossigen Wohnungsbau.

Grafik: Deutsche Poroton / Alexandra Wittka

Bildunterschrift 02:

Gewährleistet der Wandbaustoff neben gutem Raumklima wirksamen Wärme- und Schallschutz, steigert das den Wohnwert.

Foto: Deutsche Poroton / Gerhard Zwickert

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Astrid Große

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