Berlin, Januar 2017 (PRG) – Ein gesundes Wohnklima und so energieautark wie möglich leben: Das waren die wichtigsten Ziele für die dreiköpfige Familie beim Bau ihres neuen Zuhauses in Löwenstein bei Heilbronn. Als Wandbaustoff für das Einfamilienhaus kam deshalb nur Ziegel in Frage. Der perlitverfüllte Poroton-Ziegel T7-P in der Stärke 42,5 Zentimeter trägt entscheidend dazu bei. Denn dieser Wandbildner ist hochwärmedämmend, Hitze und Feuchte regulierend. Ein angenehmes Raumklima zu jeder Jahreszeit sowie dauerhafte Energieeinsparung sind das Ergebnis. In Verbindung einer Solarthermie mit Wasserspeicher und Photovoltaik inklusive Batteriespeicher deckt dieses Haus den Energiebedarf weitestgehend selbst ab und wird so zum Sonnenhaus auf Plus-Energie-Niveau.

Wohngesund und nachhaltig

Beim Hausbau wollen Bauherren alles richtig machen, vor allem in Sachen Wohngesundheit. Denn bis zu 90 Prozent unserer Zeit verbringen wir in geschlossenen Räumen. Durch die hohen gesetzlichen Anforderungen zum energiesparenden Bauen werden Häuser immer luftdichter. So bleibt zwar Wärme im Haus, angenehmes Raumklima wird jedoch zu einer besonderen Herausforderung. Hier punkten Naturbaustoffe wie die mit dem natürlichen Vulkangestein verfüllten Poroton-Mauerziegel. Sie gewährleisten nicht nur hervorragenden Wärmeschutz ohne zusätzliche Außendämmung, sondern auch ein gesundes Raumklima. Weder emittieren sie Gifte noch Schwermetalle, Gase oder Feinstaub. Hinzu kommt: Gebäude aus Ziegel sind mit geringem Wartungsaufwand und Standzeiten von bis zu 100 Jahren besonders nach- und werthaltig. Doch nicht nur beim Wandbaustoff achtete die Bauherrenfamilie auf Wohngesundheit und Nachhaltigkeit, alle verwendeten Baustoffe sind emissionsgeprüft. Der etwa zwei Zentimeter starke Kalkinnenputz unterstützt zusätzlich die Feuchteregulierung der Ziegelwand.

Sonnenhaus mit neuem Konzeptansatz

Geplant und schlüsselfertig gebaut wurde das Löwensteiner Einfamilienhaus von der KHB-Creativ Wohnbau aus Heilbronn. Firmenchef Rainer Körner hat es sich zum Ziel gesetzt, wohngesunde und nachhaltige Häuser zu bauen, die ihren Energiebedarf weitestgehend selbst durch die Kraft der Sonne decken. Laut Statuten des Sonnenhaus-Institut e. V. wird ein Gebäude als Sonnenhaus bezeichnet, wenn mindestens 50 Prozent seines Energiebedarfs für Heizung und Warmwasser solar gedeckt wird. Bei diesem Haus wurden diese Werte weit überschritten. Der Wärmebedarf für Heizung und Warmwasser wird zu 68 Prozent über Solarthermie gedeckt. Ein fast 11 000 Liter fassender Wassertank puffert die Wärmeenergie. Zusätzlich produziert die Photovoltaik-Anlage auf dem Satteldach knapp 6 000 Kilowattstunden Strom im Jahr zum Betrieb von Haushaltsgeräten wie Waschmaschine oder Kühlschrank. Nicht genutzter Strom wird in einer Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 6,3 Kilowatt im Technikraum gespeichert, erst dann wird überschüssiger Strom ins Netz eingespeist.

Nachhaltige Energienutzung

Insgesamt werden damit mehr als 50 Prozent der benötigten Energie auf dem eigenen Hausdach erzeugt. Rein rechnerisch wäre dieses Sonnenhaus mit einem Primärenergiebedarf von 7,4 Kilowattstunden und einem Heizbedarf von 35,2 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr ein Plus-Energiehaus, wenn die Nachheizung durch eine Wärmepumpe erfolgen würde. „Dies wollten aber weder wir noch die Bauherren“, sagt Rainer Körner. Denn Wärmepumpen verbrauchen den größten Teil ihrer Energie im Winter und müssen mit teurem und umweltschädigendem Kraftwerksstrom betrieben werden, so Körner. Deshalb heizen die Bauherren bei Bedarf mit einem an den Wasserspeicher angeschlossenen, etwa 30 Kilowatt leistenden Heizkamin nach. Im Winter reiche es aus, den Ofen alle paar Tage zu befeuern, sagt die Bauherrin. So käme man auf einen Holzverbrauch von knapp sechs Raummetern im Jahr, was Heizenergiekosten von weniger als fünfzig Euro pro Monat entspreche. Die Kraft der Sonne nutzt die Familie zusätzlich durch große Fensterflächen. Insbesondere in den Übergangszeiten im Herbst und Frühjahr erwärmt sie die Räume dadurch auf natürliche Weise. Im Sommer hält Verschattung die Hitze draußen, so dass ganzjährig angenehme Raumtemperaturen erreicht werden.

Lichtdurchflutete Räume

Hauptgrund für die großen Fensterflächen war aber der Wunsch nach lichtdurchfluteten Räumen. Im großzügigen, offen gestalteten Wohn-/Essbereich beispielsweise sind alle Fenster bis auf das Küchenfenster bodentief ausgeführt. An der zum Garten hin orientierten Seite sogar über Eck, wobei die Lösung im Essbereich mit jeweils einer Hebe-Schiebetür besonders viel Lichteinfall ermöglicht. Das Haus hat drei Etagen, im Keller befinden sich der Raum für die Haustechnik und eine separat zugängliche Einliegerwohnung. Im Erdgeschoss sind Wohn-/Essbereich mit Küche und Hauswirtschaftsraum sowie Gäste-Dusch-WC und Gästezimmer untergebracht. Im Obergeschoss befinden sich Schlaf- und Ankleide- sowie das großzügig gestaltete Eltern-Badezimmer. Außerdem sind hier das Kinderzimmer mit dazugehörigem Dusch-WC und ein Arbeitszimmer untergebracht. Insgesamt stehen etwa 257 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. 

Zuhause ist es am Schönsten

Die Familie fühlt sich in ihrem Zuhause sehr wohl. Nicht nur sie selbst, sondern auch Freunde und Bekannte sind begeistert vom Wohnklima und den ganzjährigen Wohlfühltemperaturen im Inneren. Möglich machen es emissionsfreie, wohngesunde Baustoffe wie der Ziegel in Kombination mit dem Sonnenhaus-Konzept, das eine nahezu autarke Energieversorgung sicherstellt. Was würden die Bauherren heute anders machen? Nach Aussage der Bauherrin im Grunde nichts, höchstens den Hauswirtschaftsraum etwas größer konzipieren. Und was rät sie anderen Bauherren? Sich mit dem Sonnenhaus-Konzept beschäftigen, denn dies spare sehr viel Energie und damit Kosten und mache unabhängig von fossilen Brennstoffen beziehungsweise von teurem Kraftwerksstrom.

Zeichen: 5 846

Bildunterschrift 01:

Das Einfamilienhaus bei Heilbronn wurde in wohngesunder Ziegelbauweise mit dem perlitverfüllten Poroton-Ziegel T7-P errichtet. In drei Etagen stehen mehr als 257 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Im Kellergeschoss befinden sich eine separat zugängliche Einliegerwohnung sowie der Hauswirtschaftsraum samt Technik.

Foto: Deutsche Poroton / Eveline Hohenacker

Bildunterschrift 02:

Mit Hilfe von Solarthermie, Photovoltaik, Wasser- und Batteriespeicher deckt das Haus seinen Energiebedarf zu mehr als 50 Prozent selbst und wird zum Sonnenhaus auf Plus-Energie-Niveau. Lediglich im Winter führt ein wassergeführter Kaminofen Heizenergie zu.

Foto: Deutsche Poroton / Eveline Hohenacker

Bildunterschrift 03:

Neben Wohngesundheit und Energieautarkie legten die Bauherren Wert auf Licht in den Räumen, wie hier im Wohn-Essbereich. Der wassergeführte Kamin heizt den Wasserspeicher zusätzlich zur Deckung des Wärmebedarfs.

Foto: Deutsche Poroton / Eveline Hohenacker

Bildunterschrift 04:

Außergewöhnlich ist die Fensterkonstruktion über Eck mit zwei Schiebetüren, die den Garten ins Haus holen. Gleichzeitig ermöglichen sie den Zutritt auf die Terrasse.

Foto: Deutsche Poroton / Eveline Hohenacker

Bildunterschrift 05:

Der Wasserspeicher, hinten rechts zu sehen, fasst knapp 11 000 Liter und erstreckt sich in der separaten Nische über das Unter- und Erdgeschoss. Reicht die Kraft der Sonne nicht aus, kann per wassergeführtem Kaminofen nachgeheizt werden.

Foto: Deutsche Poroton / Eveline Hohenacker

Bildunterschrift 06:

Der Technikraum im Untergeschoss beherbergt auch die Batterieeinheit zur Speicherung des überschüssigen Photovoltaik-Stroms.

Foto: Deutsche Poroton / Eveline Hohenacker

Bildunterschrift 07:

Die Steuereinheit für die Verteilung des Solarstroms. Zuerst wird der Strom für den Haushalt eingesetzt, dann der Stromspeicher geladen. Erst dann wird überschüssiger Strom ins Netz eingespeist.

Foto: Deutsche Poroton / Eveline Hohenacker

Bildunterschrift 08:

Das Untergeschoss beherbergt die separat zugängliche Einliegerwohnung sowie den Technikraum mit der Nische für den Wasserspeicher, der sich aufgrund seiner Größe von fast 11 000 Litern über zwei Stockwerke erstreckt. Im Obergeschoss ergänzt ein Dusch-WC das große Wannenbad.

Grafik: KHB-Creativ Wohnbau

Ansprechpartner

Astrid Große

Astrid Große

Telefon: (030) 49 98 94 00
E-Mail: astrid.grosse@pr-grosse.de

Standortkarte

Presseinformation

Archiv