06/2010 Wachsendes Potenzial der Wärmepumpentechnik Drucken E-Mail
HEA


 

Wachsendes Potenzial der Wärmepumpentechnik zur Netzintegration erneuerbarer Energie aus Sonne und Wind

Wärmepumpensysteme sind bedeutender Teil im Speichermix der Zukunft

In einem gemeinsamen Positionspapier zum bedeutenden Beitrag der Wärmepumpen für die Integration vom Strom aus erneuerbaren Energiequellen äußerten sich heute die HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung sowie der Bundesverband Wärmepumpe (BWP), der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) und der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) in der Hauptstadt.

Der steigende Anteil von Energie aus Sonne und Wind führt zu immer größeren Lastschwankungen im Netz, die intelligent ausgeglichen werden können. Hierzu muss die elektrische Energie zunehmend erzeugungsabhängig verbraucht statt wie bisher rein verbrauchsabhängig erzeugt werden. Strom aus Wind oder Photovoltaik kann bei einem Überangebot auch als Wärmeenergie gespeichert werden. Dies ist mit allen Anlagen möglich, die elektrische Energie in Wärme oder Kälte umwandeln. Wärmepumpensysteme bieten so für das Lastmanagement auf Verbraucherseite (Demand-Side-Management) in intelligenten Stromnetzen (Smart Grid) ein großes Potenzial – ohne dass es zu einem Komfortverlust für den Nutzer kommt.

In diesem Zusammenhang werden auch Elektrofahrzeuge an Bedeutung gewinnen, weil sie dann Strom „tanken“, wenn er aus Sonne und Wind anfällt. Nach Einschätzung der Verbände können bis 2020 schaltbare Lasten in Höhe von 4 400 MW zur Verfügung stehen – und das bei einem geplanten Wärmepumpenbestand von 1,2 Millionen. Das entspricht der Leistung von 73 Offshore-Windparks wie ‚Alpha Ventus‘ vor Borkum. Heute sind es bereits 1.400 MW bei 350 000 Geräten. Die Wärmepumpe ist als schaltbarer Verbraucher schon seit mehr als 20 Jahren in das Lastmanagement eingebunden, der zukünftig notwendige flexible Lastausgleich ist mit entsprechender Kommunikations- und Regelungstechnik möglich. Die HEA betont, es bestehe aber weiterer Forschungs- und Entwicklungsbedarf zur Optimierung der Speicherung, Kommunikation und Steuerung sowie bei der Verknüpfung mit intelligenten Stromnetzen. Nur so sind die Klimaziele der Bundesregierung erreichbar: 2050 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix bei 80 Prozent liegen.

Die HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V. hat ihren Sitz in Berlin. Sie ist ein Marktpartnerverband der Energiewirtschaft. Mitglieder sind Energieversorger, Unternehmen der Elektroindustrie sowie die Spitzenverbände der Elektro- und Sanitärfachhandwerke. Schwerpunkt der Arbeit ist, über energieeffiziente Anwendungstechnik zu beraten und zu informieren. Unter ihrem Dach werden drei Marktinitiativen gebündelt: ELEKTRO+, WÄRME+ und HAUSGERÄTE+.

Das Positionspapier steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung!

 

Weitere Informationen:

HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V.
Reinhardstr. 32 | 10117 Berlin
Tel.: (030) 300 199 - 1374
Fax: (030) 300 199 - 3374
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Internet: www.hea.de

 

 
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