| 44a/2011 Qualitativ hochwertiges Gartenkonzept mit bemerkenswertem Anspruch an religiösen Dialog |
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| Wienerberger GmbH |
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Fragen an Landschaftsarchitektin Maria Mandt Frage: Auf der Homepage des BDLA wird das Kölner Projekt als ‚Garten des Monats im November 2011‘ vorgestellt. Respekt, denn die Berufskollegen zollen Ihnen und dem Auftraggeber damit große Anerkennung. Antwort: Von der Idee bis zur Umsetzung und Fertigstellung haben viele Köpfe und Hände mitgearbeitet und Großartiges geleistet. Für mich selber war der Garten der Religionen - und ist es heute noch - immer auch eine Herzensangelegenheit. Und das spüren Besucher, die sich einer Führung durch den Garten anschließen oder sich auf den eigenen Weg begeben. Immerhin kann diese spirituelle grüne Oase, die auf einem Filetstück mitten in Köln entstanden ist, von Montag bis Freitag von Jedermann kostenfrei besucht werden oder steht auch Gruppen und Schulklassen zur Verfügung. Dieser integrierende, soziale Ansatz von INVIA ist hoch einzuschätzen. Frage: Sie haben nicht nur Landschaftsarchitektur studiert, sondern arbeiten auch als Bildende Künstlerin und Umweltpädagogin. Inwieweit sind diese Erfahrungen in das Projekt eingeflossen? Antwort: Bei so einem Vorhaben kommen viele Themen zum Einsatz, die nicht in das klassische Spektrum eines Landschaftsarchitekten passen. Hier war Kreativität zum Querdenken und Freiheit in Materialverwendung und Farben gefragt, so wie ich das auch in meinen Bildern tue. Die Entscheidung für einen farbigen Pflasterklinker hat zum Beispiel dann die Möglichkeit eröffnet, dem Projekt zielgerichtet zu Akzenten zu verhelfen. Wer Menschen unterschiedlicher Herkunft und Alters für einen Besuch im Grünen zum Thema Glauben begeistern will, muss auch über interaktive Lösungen nachdenken wie die Sonnenuhr mit dem Menschen als Zeiger, mit Kreide temporär bemalbare Flächen oder das Entziffern von Botschaften über Symbole oder Lautschrift. Besonders gern angenommen wird das „Spiel des Lebens“. Der Besucher wird aufgefordert, eine Holzkugel über konzentrisch angeordnete Kreise bis in die Mitte zu rollen, was gar nicht so leicht ist, da die Kugel eine Delle hat. Stellvertretend für die Unebenheiten, die uns im Leben begegnen und die es zu bewältigen gilt. Frage: In Ihrem Konzept spielt die Klarheit von Material eine Rolle. Woher kamen diese Überlegungen? Antwort: Klarheit in der Materialwahl und Farbgebung ist notwendig, um einen Raum so überzeugend zu gestalten, dass der Aufenthalt als angenehm und leicht empfunden wird und man sich gerne dort aufhält. Damit der Einsatz von Farben auch nachhaltig erlebbar bleibt, darf es hier also zu keinem Ausbleichen kommen, da sich sonst die Akzente verschieben. Die Pflasterklinker bewahren durch Tonpigmente über Jahrzehnte ihre Ausstrahlung. Das hat mir einfach gefallen. Maria Mandt, 48 Jahre alt, hat an der Ohio State University, Columbus/USA und der Hochschule RheinMain, Wiesbaden, University of Applied Sciences, Fb Geisenheim, studiert. Sie ist Mitglied des BDLA. Aktuell plant sie einen "Christophorusweg" auf einem Klinik- und Heimgelände des Evangelischen Christophoruswerkes mit "Marktplatz und Boulevard" in Duisburg, einen großen Kinderspielplatz in einem sozialen Brennpunkt Kölns sowie diverse Hausgärten mit und ohne Hanglage. Foto: Andreas Lohmüller Weitere Informationen: |
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