41/2011 Pflasterklinker werten Hotel und Restaurant auf - Warum nicht auch innen? Drucken E-Mail
Wienerberger GmbH

Pflasterklinker werten Hotel und Restaurant auf

Warum nicht auch innen?

Hannover, November 2011 (PRG) – Wer sich Dömitz an der Elbe nähert, nimmt schon von weitem das Hotel „Dömitzer Hafen“ wahr. 43 Meter hoch erhebt sich der ehemalige Getreidespeicher über die Elbauen. Mit einer nachträglich aufgesetzten Etage aus Glas erinnert das Gebäude an einen Flussdampfer und bietet einen spektakulären Blick über das Wendland.

1959 von der DDR noch als Knotenpunkt zwischen Hamburg, Mecklenburg und der Tschechoslowakei geplant, ging der Hafen, bedingt durch Mauerbau und Grenznähe, nie in Betrieb. 1995 übernahm der Düsseldorfer Immobilienentwickler Kai Hagen, dessen Familie aus der Region stammt, das Terrain. Im ehemaligen Sperrgebiet, wo bis zur Wende Grenzboote der DDR stationiert waren, entstanden ein Hotel mit großem Gastronomiebereich, Event-Halle und Beach-Bar.

Gestaltungselement Pflasterklinker

„Kai Hagen hat immer den Anspruch, etwas Besonderes zu schaffen“, resümiert Michael Kirstein, der die Bauarbeiten zwischen 2004 und 2007 koordinierte und heute als technischer Leiter im Hotel tätig ist. „Das gilt natürlich für unser Panorama-Café, aber nicht weniger für die Hotelzimmer und das Restaurant. Die „Meta“ sorgt bei jedem für Erstaunen, der zum ersten Mal unser Haus betritt.“ Der Nachbau eines Elbkahns ist Mittelpunkt des Restaurants, das maritime Spezialitäten und Produkte aus der Region anbietet.

Eine besondere Lösung stellt auch der Bodenbelag aus rotblaubunten Penter-Pflasterklinkern in der Lobby und im Innenbereich des Restaurants dar. Kirstein erinnert sich: „Wir hatten eine spezielle Ausgangslage – einerseits erfolgte der Ausbau in Etappen. Wo sich heute unser Restaurant befindet, stand bis 2006 noch gar nichts. Und es gibt nach wie vor Überlegungen zur Erweiterung. Um die Flexibilität für künftige Bauvorhaben zu erhalten, war es wichtig, den Boden nicht zu versiegeln; schließlich laufen unter dem Restaurant die Versorgungsleitungen. Zum anderen ist Dömitz einfach „Ziegelland“. Pflasterklinker in klassischen Farben haben hier seit Jahrhunderten Tradition. Deshalb wählten wir dieses regionaltypische Gestaltungselement mit seiner besonderen Optik für den Innenbereich.“

Getreu dem hohen Anspruch mussten die verarbeitenden Unternehmen handwerkliches Können beweisen. Auf mehr als 350 Quadratmetern wurden verschiedene Verlegemuster realisiert. Besonders bei der aufwändigen Gestaltung der Windrose im Eingangsbereich kam es auf exaktes Arbeiten an. Vor allem für die Ausbildung der Kreis- und Schmuckelemente war Maßarbeit gefragt, Klinker mussten sogar kleinteilig gesägt werden. Kirstein erinnert sich schmunzelnd: „Drei Tage lang war der Kompass das wichtigste Werkzeug der Verarbeiter. Schließlich musste unsere Windrose exakt eingenordet werden.“ Ihre Wirkung beruht auf der Ausbildung der Buchstaben der vier Himmelsrichtungen, die die zentral angeordnete Windrose in Granit um ein Vielfaches vergrößern. Die sorgfältige farbliche Sortierung erzeugte Bänder und Schmuckelemente, die Viertelkreise zusammenfassen.

Hochwertig und belastbar

Jenseits der Ästhetik und hohen Strapazierfähigkeit gab es auch gute technische Gründe, gebrannte Klinker im Innenbereich einzusetzen.  Die Elbauen und der Hafen sind Hochwasserregion. In Rekordjahren steht der Pegel schon mal drei Meter über normal. Dann verschwinden Parkplatz, Eventhalle und sogar Teile des Restaurants in den trüben Fluten. „Deshalb kommt es besonders auf einen belastbaren Bodenbelag an. Holz oder Kunststoffe sind für diese Bedingungen einfach nicht geeignet. Um dem Wasser einen Weg zu lassen, haben wir auf eine ungebundene Verlegung gesetzt und bei der Tragschicht Ziegelrecycling zum Einsatz gebracht. Als Bettungsmaterial kam gewaschener Pflastersand zum Einsatz. Wichtig war es, die Körnungen beider Materialien aufeinander abzustimmen.“

Neben den vorteilhaften Produkteigenschaften der Penter Klinker spricht besonders die Ästhetik für ihre Verwendung. Ob Ellenbogenverband im Restaurantbereich, die Verlegung im Block vor der Rezeption oder in Kombination mit Industrieböden aus Stahl vor dem alten Schiffsdiesel im Barbereich – die rotblaubunten Klinker setzen Akzente und betonen den regionalen Charme.

Wienerberger GmbH, Oldenburger Allee 26, 30659 Hannover, per Fax (05 11) 610 70-390, per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder im Internet unter www.wienerberger.de

 Zeichen: 4.025

Bildunterschrift 1:

Das einstige Sperrgebiet hat sich zum touristischen Zentrum der Region entwickelt. Der „Dömitzer Hafen“ ist neben Festung und historischer Altstadt der Anziehungspunkt für Besucher.

Bildunterschrift 2:

Maritimes Flair auch im Inneren – wirkungsvoll von rotblaubunten Penter-Klinkern in Szene gesetzt, prägt die „Meta“ das Restaurant. Der Wechsel im Verlegemuster trennt zwischen Laufwegen und Essbereich. Er schafft eine zusätzliche Sichtachse und ermöglicht den Zugriff auf die Verrohrung.

Bildunterschrift 3:

Auch die Windrose im Eingangsbereich besteht aus Penter-Klinkern. Sie demonstriert die Ost-West-Ausrichtung des Gebäudes. Besonders bei der Ausbildung der Kreis- und Schmuckelemente war hohes handwerkliches Können gefragt.

Bildunterschrift 4:

Die hölzerne Gangway markiert den Übergang ins Restaurant. Linker Hand schließt sich der Aufzug zu den 26 Zimmern und drei Junior-Suiten des Hotels an.

Bildunterschrift 5:

Pflasterklinker von Wienerberger punkten mit zwei weiteren Produkteigenschaften. Sie ergänzen sich hervorragend mit anderen Materialien wie in diesem Fall Granit. Außerdem sind die Klinker problemlos mechanisch zu bearbeiten. Schnitte, etwa für Detailausbildungen, können auch kleinteilig exakt erfolgen.

Bildunterschrift 6:

Der Wechsel im Verband dient nicht nur der optischen Unterscheidung. Der Ellenbogenverband erzielt in den Verkehrsflächen zudem eine höhere Verbundwirkung der gepflasterten Fläche.

Bildunterschrift 7:

Blickfang im Barbereich ist der alte Schiffsdiesel. Die rotblaubunten Penter-Klinker harmonieren mit dem Industrieboden und den Ziegeldecken.

Bildunterschrift 8:

Der Blick über die Elbe reicht bei gutem Wetter gut 20 Kilometer weit. Nächster größerer Ort westlich der Elbe ist das niedersächsische Dannenberg.

Bildunterschrift 9:

Dömitz markiert den Beginn der Müritz-Elde-Wasserstraße und ist Anziehungspunkt für zahlreiche Wassersportler. Die im Hafen ankernden Ausflugsschiffe der Elbe-Reeder bieten Touren bis nach Hamburg und Wittenberge.

Fotos: Wienerberger GmbH

 

 
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