29/2011 Nachhaltiger Pflasterklinker Drucken E-Mail
Wienerberger GmbH

Unabhängige Studie untersucht CO2-Emissionen und Ressourcenverbrauch

In Zeiten angespannter Haushalte gilt es für die öffentliche Hand, bei der Beschaffung besonders sorgsam vorzugehen. Das trifft auch für Belagmaterial öffentlicher Straßen und Plätze zu, deren Flächen zumeist weitläufig und somit kostenintensiv sind.

Schon seit Längerem hatte sich die niederländische Metropole Amsterdam aus ästhetischen Gründen für den Einsatz von Pflasterklinkern in sämtlichen Tempo-30-Zonen entschieden. Im Jahr 2009 wurde das renommierte niederländische Umweltingenieurbüro Tauw Group, Deventer, von der Stadtverwaltung beauftragt, eine vergleichende Untersuchung diverser Bodenbeläge vorzulegen, die keine Stufe der Wertschöpfungskette außer Acht lässt: angefangen bei der Produktion über die Verarbeitung, Wartung, den Rückbau und logistische Prozesse bis hin zum Recycling. Diese Studie ist von großer Bedeutung, da Nachhaltigkeit für Kommunen ein immer wichtigeres Thema darstellt und der Einsatz von Bodenbelägen als beachtliche Anschaffung ins Gewicht fällt.

Die Autoren der Studie „Beoordeling duurzaamheid bestratingmateriaal“ (Mai 2010) kommen bei einer zu Grunde gelegten Nutzung von 100 Jahren zu dem Schluss, dass Pflasterklinker von allen untersuchten Belägen in Sachen CO2-Emission und Ressourcenverbrauch das beste Ergebnis liefern.

Hauptursache ist ihre hohe Lebensdauer. Die Tauw-Autoren setzen bei Pflasterklinkern eine Nutzungsdauer von 100 Jahren an und rechnen beim normalen Gebrauch mit einer 20-prozentigen Austauschrate in diesem Zeitraum. Positiv ins Gewicht fällt bei der Untersuchung, dass Pflasterklinker auf Grund ihrer hohen Widerstandsfähigkeit und Farbechtheit wiederverwendet werden können.

Demgegenüber schreiben die Autoren der Studie Betonpflaster eine technische Lebensdauer von 40 Jahren zu; danach müssen die Steine recycelt werden. Im Falle einer nach 20 Jahren nötigen Straßensanierung können auf Grund des höheren Verschleißes und der mangelnden Farbechtheit deutlich weniger Steine wiederverwendet werden. Die Austauschrate liegt im Vergleich zu Pflasterklinkern dreimal höher.

Der energieintensive Brennprozess bei der Herstellung von Pflasterklinkern wird in der Bewertung der Fachleute relativiert, da sie den hohen Energieverbrauch bei der Zementherstellung für die Produktion von Betonpflaster ebenfalls einbeziehen. Schließlich ist dieser für nicht weniger als 90 Prozent der CO2-Emissionen in der energetischen Bilanz von Beton verantwortlich.

Bezogen auf die Stadt Amsterdam errechneten die Autoren ein Einsparpotenzial von 237 Kilotonnen CO2 bei einer vollständigen Pflasterung mit Klinkern. Das entspricht dem jährlichen Kohlendioxidausstoß von etwa 26 000 Haushalten und verdeutlich eindrucksvoll das Nachhaltigkeitspotenzial.

Pflasterklinker von Wienerberger überzeugen bei der Gestaltung öffentlicher Räume auch in Deutschland durch Langlebigkeit, zertifizierte hohe Rutschsicherheit und garantiert lebenslange Farbechtheit.

Bildunterschrift 1:

Öffentliche Räume, hier die Innenstadt im emsländischen Lingen, sind besonderen Belastungen ausgesetzt. Pflasterklinker wie der „Bockhorner Bunt 04“ zeichnen sich durch Langlebigkeit und hohe Rutschsicherheit aus.

Bildunterschrift 2:

Der rote Terca-Klinker „Lübeck“ besticht durch sein Farbspiel „Flammentanz“ und einen hohen Rutschwiderstand, welcher durch die Baustoffprüfstelle Wismar mit der höchsten Bewertungsgruppe U 3 ausgezeichnet wurde.

Bildunterschrift 3:

Überall, wo es auf Farbechtheit ankommt, sind Pflasterklinker erste Wahl. Weil die Pigmente im Ton enthalten sind, ist ein Auswaschen der Farben, etwa durch aggressives Salzwasser oder UV-Strahlung, im Unterschied zu anderen Bodenbelägen unmöglich. Auch deshalb entschied sich die Gemeindeverwaltung von Westerland/Sylt für „Bockhorner Bunt 04“.

Bildunterschrift 4:

Pflasterklinker eignen sich auch als Belag in Wohnstraßen. Die Anrainer der Braunschweiger Rudolf-Wilke-Straße entschieden sich bewusst für hochwertige, weil belastbare Penter-Klinker „Braunbunt“. Die Hochkantverlegung in der Straßenkreuzung sorgt zuverlässig dafür, auftretende Scherkräfte abzutragen.

Fotos: Wienerberger GmbH

 
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