| 04/2010 Wärmepumpe macht Boden gut |
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| Tecalor GmbH |
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 Wärmepumpe macht Boden gut Rundtischgespräch zur Zukunft des Fachhandwerks Der „Wärmepumpen-Marktplatz“, seit dem Jahr 2000 organisiert von der Energie-Agentur NRW, ist zu einem festen Bestandteil der DEUBAU in Essen geworden. Denn in keinem anderen Bundesland wie Nordrhein-Westfalen kommt die Technologie so verbreitet zum Einsatz. Daher lud Heinz-Werner Schmidt, Geschäftsführer Tecalor aus Holzminden, am ersten Messetag zu einem Rundtischgespräch, um zu erfahren, wie sich die Situation bei den Fachhandwerkern darstellt und welche zukünftige Tendenzen sich für die Wärmepumpe abzeichnen: „Wir als Spezialist für Spezialisten wollen wissen, was unsere Partner und den Markt beschäftigt, um eventuelle Potenziale noch besser auszuschöpfen.“ Aus der Praxis berichtete Dipl.-Ing. Volker Kupke, Geschäftsführer von Kupke Haustechnik GmbH aus Mönchengladbach. Der Mittelständler führt mit einer Stammbelegschaft von 14 Mitarbeitern seit acht Jahren den väterlichen SHK-Betrieb und ist zudem als öffentlich bestellter Sachverständiger sowie in der Innung aktiv. Neben ihm bezog Sven Kersten, Leiter des Wärmepumpen-Marktplatzes der Energie-Agentur NRW, Stellung zu Marktlage, Problemen und Chancen. Gute Aussichten Der Bereich der regenerativen Energien ist weiter auf dem Vormarsch. Diesen anhaltend positiven Trend konnten auch die Teilnehmer des Gesprächs bestätigen. So gehen sie davon aus, dass sich die Wärmepumpe im begonnenen neuen Jahrzehnt als feste Größe im Kreis der erneuerbaren Energien weiter etablieren wird. Sven Kersten bestätigte dabei eine konstante Marktentwicklung in Nordrhein-Westfalen für 2009. Gründe dafür sind neben den staatlichen Fördermaßnahmen unter anderem ein gestiegenes Umweltbewusstsein und der vermehrte Einsatz für passive Kühlung bei Gewerbeobjekten. Lediglich im Sanierungsbereich und in der Wohnungswirtschaft von Städten und Gemeinden herrscht noch unbegründetes Zögern, dem die Energieagentur mit einer anstehenden Fachkonferenz entgegenwirken will. Gerade bei kommunalen Entscheidungsträgern werden kurzfristige Lösungen bevorzugt anstatt perspektivisch wirtschaftlich zu agieren. Dementsprechend verhält es sich auch mit den staatlichen Förderprogrammen. „Auch wenn die Konjunkturpakete ihren Anteil zum Wachstum beigetragen haben, so sind die Mehrzahl der Sofortmaßnahmen meist nicht langfristig bedacht und daher manchmal eher kontraproduktiv“, schätzt Kersten. 360-Grad-Service Um Vorteile bestimmter Heizsysteme aufzuzeigen, so Kupke, ist eine ganzheitliche Beratung zum Bauvorhaben gefragt. Es reicht nicht aus lediglich einzelne Segmente zu betrachten, um die eine Lösung zu finden. In der Folge werden bauphysikalische Gesetze beispielsweise in der Sanierung grundlegend vernachlässigt. Deshalb prüft er sehr genau, welche Art von Wärmeerzeuger zum Einsatz kommen kann. So werden häufig sogar im Gebäude-Altbestand Wärmepumpen sinnvoll und energieeffizient installiert. Für eine anschauliche Beratung und weil Fachhandwerker immer häufiger fundierte Marketing-Kenntnisse anwenden müssen, hat er sein eigenes Firmengebäude als sogenanntes Energie-Erlebnishaus konzipiert. Einzelne ausgewählte Technologien werden dort in Funktion vorgeführt. „Kunden brauchen Vertrauen; dann suchen sie nicht das billigste Angebot und sind bereit für entsprechende Qualität auch mehr Geld auszugeben. Eine detaillierte Beratung ist dafür der Schlüssel“, erläutert der Gladbacher Unternehmer. Da auch das Marketing für Fachhandwerker an Bedeutung gewonnen hat, bietet Tecalor neben entsprechenden Seminaren im eigenen Schulungszentrum in Fulda auch eine Analyse der lokalen Märkte und erarbeitet gemeinsame Präsentationsmöglichkeiten. Nicht nur Volker Kupke schätzt diese wertvolle Zusammenarbeit. Heinz-Werner Schmidt führt aus: „Wir bieten einen 360-Grad-Service, das heißt beginnend mit der Planungsunterstützung sowie Auslegung und Dimensionierung von Anlagen, leisten wir Hilfestellung bei Inbetriebnahme und dem Dienst am Kunden. Mit umfangreichen Aktivitäten zur Vermarktung unserer Partner schließt sich dann dieser Kreis.“ Für die Zukunft ist deshalb der enge Schulterschluss zwischen Herstellern und Ausführungsbetrieb wegweisend. Problemen konstruktiv begegnen Trotz einer hohen Arbeitslosigkeit bereitet gerade die Nachwuchsgewinnung dem Handwerk Probleme. Daher haben sich in der Innung Mönchengladbach Unternehmen zu einer firmenübergreifenden Ausbildung zusammengeschlossen. So werden bei der Innung eingestellte Auszubildende von teilnehmenden Firmen nach Bedarf abgerufen und erst dann die Kosten übernommen. Erste Erfolge zeichnen sich schon ab: Volker Kupke konnte 2009 aus mehr Bewerbungen als in den vergangenen beiden Jahren wählen. Darüber hinaus engagiert er sich als Betreuer ausgewählter Technikerklassen, um sie für neue Herausforderungen zu begeistern. So stellt auch Sven Kersten abschließend fest: „Unternehmen wie Kupke Haustechnik zeigen auf, dass eine laufende Qualifizierung der Mitarbeiter, Marketinggespür und branchenübergreifendes Denken entscheidend sind für den zukünftigen Erfolg eines Fachhandwerkbetriebs.“  Zeichen: 5317 |
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