Tübingen. Im Wintersemester 2013/14 lädt die Tübinger Kunstgeschichtliche Gesellschaft (TKG) zu einer Vortragsreihe, die den Blick auf die heutige Architektur in Japan richtet. ‚Learning from Tokyo‘ zeigt Antworten auf die urbanistischen Probleme der Metropole sowie das Spannungsfeld zwischen Moderne und Tradition in der zeitgenössischen Architektur Japans.

Mit der rasanten Bevölkerungszunahme und der dramatischen Verdichtung der Städte wird heute von jungen Architekten im Wohnungsbau der Fokus zunehmend auf gemeinschaftliche Aspekte gelenkt. Dies ließ ganz neue Typologien entstehen. Selbst auf kleinsten Grundstücken bauen Architekten neue Räume, die ebenso Wohnzimmer wie Teil einer Straße, Platz mit Küche oder Büro ohne Wand sein können. Bewundernswert ist dabei neben der Phantasie im Entwerfen die kluge Organisation des städtischen Raumes. Stadt neu denken – etwas was der Westen heute von Japan lernen kann.

Die Grenzen lässt Kengo Kuma bei seinen Bauten immer wieder verschwinden. Für ihn ist die Frage von innen und außen in einem Gebäude vor allem eine Frage der Definition. „Manchmal kann innen außen sein und außen innen. Das Interessante dabei ist, dass sich die Gegensätze nicht bekämpfen, sondern in einem Ausgleich zueinander stehen. Die Grenze zwischen ihnen verläuft fließend.“

Mit natürlichen Materialien und traditioneller Fertigung pflegt er eine extrem zurückhaltende Gestaltung und faszinierende Rückbesinnung auf die kulturellen Wurzeln Japans. Kengo Kuma beschließt am 11. Februar den Vortragszyklus. „Architektur Heute“ wird gefördert von der Sto-Stiftung. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen: www.sto-stiftung.de.

Zeichen: 1655

Bildunterschrift 01:

Kengo Kuma zählt zu den bekanntesten japanischen Architekten. Einen Namen hat er sich durch den Umgang mit leichten Materialien gemacht.

Foto: The Courier

Bildunterschrift 02:

Das Programm der Vortragsreihe.

Foto: TKG / Sto-Stiftung

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Bert Große

Bert Große

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