07/2010 Intelligente Symbiose Drucken E-Mail
Poroton GmbH

 

Eine günstige Verkehrslage, eine weite unverbaute Aussicht und kurze Arbeitswege wünschte sich Familie Eder bei der Wahl des Standortes für ihr Traumhaus. Am Rande eines Gewerbegebietes zwischen den Ballungszentren Stuttgart und Heilbronn hat das Ehepaar all das gefunden. Niedrige Betriebskosten für Werkstatt und Wohnhaus werden mit dem hoch wärmedämmenden Poroton-Ziegel T 12 und modernster Haustechnik erreicht.

Grundgedanke des Entwurfs war, Gewerbe und Wohnen mit ihren unterschiedlichen Anforderungen zu vereinen. Entstanden ist ein kombiniertes Ensemble mit heller Putzfassade. Über ein verbindendes Eingangselement erschließen sich beide Bereiche mit  jeweils einer Fläche von circa 150 Quadratmetern. Bis ins kleinste Detail plante das Ehepaar zusammen mit der KHB-Creativ Wohnbau GmbH aus Heilbronn ihre Gebäude. Neben dem Anspruch einer modernen, energieeffizienten Ziegelbauweise wurde im Wohnhaus vor allem auf eine offene Grundrisslösung mit großen Glasflächen Wert gelegt. Während sich die Werkstatt mit Büroräumen und Zufahrt der Straße zuwendet, öffnet sich der private Bereich zur Südseite. Dies wird durch die Dynamik des versetzten Pultdaches unterstrichen.

Weitblick

Der individuelle Stil des frei geplanten Architektenhau-ses setzt sich auch im Inneren fort. Helligkeit und Großzügigkeit prägen den gradlinigen Entwurf. Hier dominiert das in den Baukörper integrierte und über zwei Vollgeschosse geführte Atrium mit einer Raumhöhe von bis zu sechs Metern. Im Erdgeschoss gehen Küche, Ess- und Wohnbereich fließend ineinander über. Blickfang ist ein im Luftraum zentral aufgestellter weißer Kamin. Vor einer roten Wand positioniert, wird ein stimmungsvoller, farblicher Kontrast erzeugt. Die geschwungene, anthrazitfarbene Wangentreppe aus Stahl und Holz, passend zum Wohnstil, führt auf die Galerie. Hier gibt die Dachverglasung den Blick in den Himmel frei und lässt viel Tageslicht ins Innere. Ein Kinderzimmer, der Elternschlafbereich mit Ankleideraum und das Familienbad befinden sich ebenfalls im Obergeschoss.

Energiesparendes Duo

Grundsatzentscheidung bei der Planung war, einen wärmedämmenden und dabei wohngesunden Wandbildner einzusetzen. Das hohe Energieeinsparpotenzial und die bauphysikalischen Eigenschaften des Poroton-T 12 überzeugten. Im Sommer nimmt der ökologische Baustoff die Wärme tagsüber auf, speichert und gibt sie bei sinkender Außentemperatur zeitversetzt ab. Die porosierten Steine gleichen jedoch nicht nur Temperaturschwankungen aus, sondern wirken durch ihr kapillares Gefüge auch feuchteregulierend. 
Weitere Gründe für den niedrigen Jahresprimärenergieverbrauch beider Bereiche sind der Einsatz einer Brennwerttherme mit solarer Heizungsunterstützung, eine im Wohnhaus installierte kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung und Erdwärmetauscher. Hierbei wird durch in der Erde verlegte Rohrleitungen die Zuluft im Sommer gekühlt und im Winter vorgewärmt, was für ein angenehmes Raumklima sorgt.
Um einer Überhitzung der lichtdurchfluteten Glasoase vorzubeugen, wurden sommerliche Wärmeschutzmaß-nahmen genau geplant. So wurden außen geführte Jalousien für die hohe Atrium-Verglasung und vorgebaute Rollläden für die Fenster gewählt. Die Verschattung der Terrasse erfolgt über eine horizontale Stoffmarkise, die den Gesamteindruck der Architektur nicht beeinträchtigt. Auch bei der Dachverglasung der Galerie kommen Markisen zum Einsatz. Gesteuert werden die Verschattungselemente über eine Hausautomationsanlage.

Für die vierköpfige Familie hat sich mit der Entscheidung, im Gewerbegebiet zu wohnen und zu arbeiten, ein Lebenstraum erfüllt. Neben kurzen Arbeitswegen genießen sie das einzigartige luxuriöse Wohnambiente.

Fotos: Deutsche POROTON GmbH / Eveline Hohenacker

 

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Bildunterschrift 1
Große Glasflächen geben den Blick in Garten und umliegende Landschaft frei. Um einem „Backofen-Effekt“ im Sommer entgegenzuwirken, wurden Verschattungselemente genau geplant: außen geführte Jalousien für die hohe Atrium-Verglasung, vorgebaute Rollläden fü

Bildunterschrift 2
Über einen Verbindungstrakt erschließen sich beide Bereiche. Das Lager- und Werkstattgebäude wendet sich mit großzügigem Zufahrtsbereich der Straße zu.

Bildunterschrift 3
Offene Grundrisslösung: Wohn-, Ess- und Küchenbereich im Erdgeschoss gehen fließend ineinander über. Blickfang im Luftraum ist der weiße Kamin vor der roten Wand.

 
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Anita Eggert

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