Bildunterschrift 1:
Im Rahmen des Forschungsprojektes „Energieeffizientes Bauen in der Langzeitperspektive“ der TU Dortmund und der DOGEWO21 werden drei Stadthäuser in nachhaltiger, energetisch optimierter Bauweise errichtet. Über mehrere Heizperioden sind umfangreiche messtechnische Erfassungen vorgesehen. Bildunterschrift 2:
Modell der Musterhäuser.
Neben Gebäudehaltbarkeit und -nutzung, geringem Energieverbrauch sowie umweltschonenden Bauvorgängen steht das Thema identitätsstiftendes Stadtbild im Fokus des Projektes. Die neuen Einfamilienhäuser stellen eine Verbindung zwischen zwei bereits bestehenden Gebäuderiegeln her und betonen so den Quartierscharakter des gesamten Komplexes. Fotos: TU Dortmund |
Poroton fördert Nachhaltigkeitsdebatte
TU Dortmund und DOGEWO21 starten ForschungsprojektÂ
Unter dem Motto „Energiesparendes Bauen in der Langzeitperspektive“ beginnt die Dortmunder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH (DOGEWO21) ab sofort mit der Errichtung von drei Reihenhäusern im Ortsteil Wambel. Voraussichtlicher Einzugstermin für die Mieter ist das Frühjahr 2012. Besonderheit des Projektes ist, Forschung zum nachhaltigen Bauen und städtebauliche Verdichtung zu vereinen. Moderne, energieeffiziente Architektur orientiert sich dabei an Bestandsbauten aus den 1950er Jahren, die der Idee einer giebelständigen Straßenhausreihung folgen.
Identische Entwürfe als Basis
Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Frage: Wie kann wirkliche Nachhaltigkeit, bezogen auf Gebäudehaltbarkeit und -nutzung, Energieeffizienz sowie umweltschonende Bauvorgänge, erreicht werden? Die Pläne stammen vom Deutschen Institut für Stadtbaukunst der TU Dortmund, Prof. Christoph Mäckler, unter Projektleitung von Dipl.-Ing. Martin Cors.
Alle Gebäude werden in ressourcenschonender Massivbauweise realisiert. Mit einem Primärenergiebedarf zwischen 40 bis 50 kWh/m2a und einem Transmissionswärmeverlust (H’T) von 0,25 W/(m2K) erreichen die beiden Endhäuser den Standard eines KfW-Effizienzhaus 55, das Gebäude in der Mitte den KfW-70-Standard. Darüber hinaus verfügen sie über flexibel nutzbare Räume und haben einen identischen Grundriss mit einer Wohnfläche von 115 Quadratmetern. Für den energetischen Vergleich werden die Objekte über eine gemeinsame Heizanlage im Technikraum versorgt, die auf einer Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungsanlage basiert. Zusätzlich ist in jedem Haus – unterstützend zur Heizung – der Einbau eines Kaminofens vorgesehen.
Unterschiede liegen im Detail
Um den Einfluss der Wärmespeicherfähigkeit bei der Energiebilanz von monolithischen Konstruktionen im Vergleich zu Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) aufzuzeigen, werden die Objekte mit einem unterschiedlichen Außenwandaufbau errichtet: Haus 1 wird mit dem perlitgefüllten Poroton-Ziegel T7-P, 36,5 cm, ausgeführt. Für Haus 2 werden Poroton-Planziegel-T10, 36,5 cm, verarbeitet. Haus 3 wird mit einer Außenwand aus 17,5 cm Poroton-Planziegel und 20 cm WDVS erstellt. Auch die anderen Bauteile weisen unterschiedliche Standards auf: So gibt es Geschossdecken in Stahlbeton- und Ziegelkonstruktion und Dächer in Ziegel- und Zimmermannskonstruktion sowie Fenster mit verschiedenen Verglasungen und Lüftungskonzepten.
„Nach Fertigstellung ist eine umfangreiche messtechnische Erfassung über mehrere Heizperioden vorgesehen. Die in den Bauteilen installierten Messinstrumente ermitteln Energiewerte, die über ein Bus-System abgerufen werden können. Diese Informationen werten wir aus“, erläutert Projektleiter Martin Cors. Ziel ist, mit den gesammelten Daten weitere Erkenntnisse zu energiesparender Architektur und Wärmespeicherfähigkeit der Baukörper in Langzeitperspektive zu erlangen. Das Projekt soll zeigen, wie zu einem bezahlbaren Standard Anforderungen an nachhaltiges Bauen auch mit konventionellen Baustoffen erfüllt werden können.
Zu den Sponsoren gehört die Deutsche Poroton.
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 Weitere Informationen:
Deutsches Institut für Stadtbaukunst
Prof. Dipl.-Ing. Christoph Mäckler Projektleitung Dipl.-Ing. Martin Cors August-Schmidt-Straße 8 D | 44227 Dortmund
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
| www.dis.tu-dortmund.de Tel.: (0231) 755 2075 | Fax: (0231) 755 5327
Dortmunder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH (DOGEWO21):
Projektentwicklung: Dipl.-Ing. Armin Nedden Landgrafenstraße 77 | 44139 Dortmund www.dogewo21-immobilien.de Tel.: (0231) 108 3-281
Deutsche Poroton GmbH
Kochstraße 6-7 | 10969 Berlin www.poroton.org Tel.: (030) 252 944-99 | Fax: (030) 252 945-01
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