05/2011 Hamburger SPD gewinnt Wahl mit Wohnungsnot Drucken E-Mail
Poroton GmbH

Bildunterschrift 1:

Johannes Edmüller, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Poroton: „Wir fordern zukunftssichernde Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau in ganz Deutschland!“

Foto: Deutsche POROTON GmbH

Bildunterschrift 2:

Die Studie des Pestel-Instituts zeigt den Wohnungsbedarf im Jahre 2025.

Grafik: Eduard-Pestel-Institut

Hamburger SPD gewinnt Wahl mit Wohnungsnot 

Die Wahlergebnisse der Hamburger Landtagswahl haben gezeigt, Wohnungsmangel ist zum Gradmesser für politische Entscheidungen der Bevölkerung geworden. Auch an der Elbe  wurde in früheren Legislaturperioden unter anderem der Bau bezahlbarer Wohnungen spürbar vernachlässigt. „Zum ersten Mal seit zehn Jahren konnte eine Partei die Wahl für sich entscheiden, weil sie sich dem Wohnungsneubau und den sozialen Konsequenzen widmete. Der Mangel an bezahlbaren vier Wänden wird vor allem für Menschen mit mittlerem und unterem Einkommen zum Problem“, so Johannes Edmüller, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Poroton. Laut Wahlkampfversprechen sollen zukünftig mehr als 6000 Wohnungen jährlich in der Hansestadt entstehen. Dafür fordert die Hamburger SPD die Erarbeitung eines bezirklichen Wohnungsbauprogramms. Ziel ist, zusammen mit den Bürgern mehr akzeptablen Wohnraum zu schaffen.

Seit Jahren nimmt die Bevölkerung in westdeutschen Wachstumsregionen kontinuierlich zu. Demgegenüber stehen stagnierende Zahlen im sozialen Wohnungsbau. Ein Grund sind gestrichene Fördermittel. Damit der Staat das Grundbedürfnis Wohnen jedoch sichern kann, müssen laut Schätzungen von Wissenschaftlern jährlich 400 000 Wohnungen neu gebaut werden. So warnte bereits vor zwei Jahren der Präsident des Deutschen Mieterbundes (DMB) Franz-Georg Rips: „Wenn die Politik jetzt nicht eingreift und gegensteuert, droht in Ballungszentren und Wachstumsregionen eine neue Wohnungsnot.“

„Hamburg ist der Anfang! Wir verlangen zukunftssichernde Rahmenbedingungen für den Wohnungsneubau in ganz Deutschland. Wohnungs-, Städtebau- und Raumordnungspolitik müssen deshalb stärker ineinander greifen, Weichen gestellt werden. Spitzenverbände der Bau- und Wohnungswirtschaft weisen seit Jahren mit Nachdruck darauf hin, dass die westdeutschen Ballungsgebiete einer Wohnungsnot entgegensteuern. Der Wahlkampf hat gezeigt, dass diese Problemstellung nun die Aufmerksamkeit bekommen hat, die sie schon vor vielen Jahren verdient hätte“, so Edmüller.

Zeichen: 2077

Berlin, Februar 2011

Weitere Informationen:

Deutsche Poroton GmbH
Kochstraße 6-7, 10969 Berlin
www.poroton.org
Tel.: (0 30) 25 29-44 99
Fax: (0 30) 25 29-45 01


 
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