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Bildunterschrift 1:Â
Der neue zweigeschossige Schulhort in Hohen Neuendorf (Bergfelde) ist in Form und Farbe ein Blickfang. Vier Kuben in Rot reihen sich mit flacheren Verbindungsbauten in Weiß. Bildunterschrift 2: Vor- und Rücksprünge in der Fassade sowie unterschiedliche Fensterformate und hervorstehende weiße Faschen erzeugen Dynamik.Bildunterschrift 3:
Südlich ausgerichtet, öffnet sich der Baukörper zum neu gestalteten Spielbereich. Große Glasflächen sorgen für eine natürliche Belichtung der Innenräume. Bildunterschrift 4:
Die Form folgt der Funktion. Jede Gruppe hat ihren eigenen Kubus. Dies sorgt bei den Kindern zugleich für Identifikation mit ihrem jeweiligen Haus. Bildunterschrift 5:
Farbenfroh und stilvoll: die gläsernen Lampenschirme der Hängeleuchten im Eingangsbereich. Bildunterschrift 6:
Multifunktionales Mobiliar zum Bewegen und Ablegen. Bildunterschrift 7:
Die Verbindungsflure wurden aufwändig gestaltet und laden zum Kommunizieren ein. Akustik-Deckensegel und Innenwände aus Poroton-Ziegeln dämpfen Geräusche. Bildunterschrift 8:
Herzstück der Einrichtung ist der große Speise- und Veranstaltungsraum.
Fotos: Deutsche Poroton GmbH / Linus Lintner Bildunterschrift 9:
Da der Bestandsbau weder ausreichend Platz bot noch Anforderungen einer modernen Betreuung erfüllte, entschied man sich für einen Ersatzneubau in Massivbauweise.
Foto: Deutsche Poroton GmbH / Gerhard Zwickert Bildunterschrift 10:
Der Poroton-Planziegel T12 für hoch wärmedämmende, monolithische Außenwände.
Foto: Deutsche Poroton GmbH Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â
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Ersatzneubau aus Poroton-Ziegeln
Kubisches Spielparadies
Die ganztägige Betreuung von Kindern wird in unserer Gesellschaft immer wichtiger. Auf die steigende Nachfrage reagieren Kommunen mit passenden Angeboten. In der stetig wachsenden Stadt Hohen Neuendorf vor den Toren Berlins entstand nach Plänen von Brüch - Kunath Architekten ein Hort, der auch beim Tag der Architektur 2010 in Brandenburg präsentiert wurde. Da der Bestandsbau weder ausreichend Platz bot noch Anforderungen einer modernen Betreuung erfüllte, entschied sich die Stadt für einen Ersatzneubau in Massivbauweise aus Poroton-Ziegeln.
Die zweigeschossige Einrichtung mit Platz für die Betreuung von bis zu 300 Kindern zeigt sich nicht als kompaktes Gebäude, sondern als aufgelöste Struktur. Vier Kuben mit hinterlüfteten Vorhangfassaden aus roten Trespa-Platten gruppieren sich mit flacheren Übergangsgebäuden in Weiß zu einer Anlage. Während sich die Vorderseite eher zurückhaltend zeigt, ist der Baukörper nach Südwesten offen und transparent. Große Glasfassaden lassen hier ausreichend Tageslicht in die Räume und schaffen eine Verbindung zwischen Innen und Außen. Im angrenzenden eingeschossigen Bauteil befindet sich die große Mensa, die gleichzeitig als Veranstaltungsraum fungiert.
Behaglicher Lebensraum
Beim Betreten des Gebäudes über den zur Freifläche orientierten Haupteingang fällt das schlüssige Farbkonzept ins Auge. Das Rot der Fassade findet sich im gesamten Hort wieder und bildet so eine optische Klammer. Zusammen mit orangefarbenen Akzenten wird eine warme, fröhliche Atmosphäre mit hoher Aufenthaltsqualität erzeugt. Besonderheiten sind die hohen Eingangsbereiche und Galerien, die in bunte Verbindungsflure zwischen den einzelnen Kuben münden. Diese wurden im Grundriss nicht rechtwinklig, sondern in Form eines Ovals gestaltet. Mit einem angepassten Lichtkonzept werden sie zu spannenden Orten.
Für das Architektenteam um Kathrin Kunath-Brüch aus Birkenwerder stand das Wohlbefinden der kleinen Nutzer an erster Stelle. Im Rahmen der Planung entwarf es auch in Rot und Weiß gehaltene multifunktionale Schränke und Regale, die einzelne Räume gliedern.
Raum für Raum funktional
Aufgebaut ist der Hort mit seinen über 2000 Quadratmetern Nutzfläche als Kette mit nahezu identischen Grundformen. Die Baukörper folgen dabei der Funktion: „Einzelne Kuben für die Gruppenräume geben den Kindern die Möglichkeit zur Identifikation mit ihrem Haus“, erläutert die Architektin das Konzept. Der Neubau verfügt zudem über Räume für den ebenfalls hier angesiedelten Kindergarten, Hausaufgabenzimmer, zwei Küchen, Büros sowie diverse Nebenbereiche. Herzstück der Einrichtung ist ein großer Speiseraum, der dank seiner Ausstattung mit beweglichem Mobiliar auch als Veranstaltungsraum genutzt werden kann.
Massiver Schallschutz
Schallschutz ist ein Schlagwort beim Bau von Kindereinrichtungen. Vor allem im Hort brauchen Schüler die nötige Ruhe für Hausaufgaben, aber auch zum Ausruhen. Die Wahl fiel daher auf eine massive Bauweise aus Poroton-Ziegeln T12. Für die Innenwände wurden Schallschutzziegel in den Wandstärken 17,5 und 24 Zentimeter verarbeitet. Durch die dicken Stege und eine hohe Rohdichte sind die Steine höchsten schallschutztechnischen und statischen Anforderungen gewachsen. Um zusätzlich den Geräuschpegel in langen Gängen zu dämpfen, wurden Akustik-Deckensegel eingesetzt. So wird eine angenehme Atmosphäre geschaffen.
Auch das Thema Innenraumemissionen nahm eine bedeutende Rolle bei der Planung ein. Bauherr und Architekten entschieden sich für den konsequenten Einsatz ökologischer Baustoffe. Nach strengen Richtlinien auf gesundheitliche Auswirkungen geprüft, sind Poroton-Ziegel frei von Formaldehyd, Weichmachern, Schwermetallen sowie Bioziden. Weitere Vorteile sind der hohe Feuchte- und Wärmeschutz. In der kalten Jahreszeit dämmt der Stein mit einer Wärmeleitzahl von 0,12 W/(mK). Im Sommer „saugen“ die Außenwände die Wärme tagsüber auf, speichern und geben sie zeitversetzt wieder ab. Dieser Effekt einer natürlichen Klimaanlage sorgt vor allem bei großen Glasflächen für ganzjähriges Wohlfühlklima.
Neben Entwurf, Farbkonzept und durchdachter Konstruktion hat sich das Büro auch Gedanken um die Zukunft gemacht. Sollte es der demographische Wandel einmal notwendig machen, wäre das Gebäude mit wenig Aufwand als Anlage für betreutes Wohnen oder als Altenwohnheim nutzbar.
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Berlin, Januar 2011 Â
Weitere Informationen:
Deutsche Poroton GmbH
Kochstraße 6-7 | 10969 Berlin
www.poroton.org
Tel.: (030) 25 29-44 99 | Fax: (030) 25 29-45 01
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